In _Urania: Taschenbuch auf das Jahr 1821_, Graf von Loebcn published
his "Loreley: Eine Sage vom Rhein." The following ballad introduces
the saga in prose. Heine's ballad is set opposite for the sake of
comparison.[32]
Da wo der Mondschein blitzet Ich weiss nicht, was soll es bedeuten
Um's hOechste Felsgestein, Dass ich so traurig bin;
Das ZauberfrAeulein sitzet Ein MAerchen aus alten Zeiten,
Und schauet auf den Rhein. Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Es schauet herUeber, hinUeber, Die Luft ist kUehl und es dunkelt,
Es schauet hinab, hinauf, Und ruhig fliesst der Rhein;
Die Schifflein ziehn vorUeber, Der Gipfel des Berges funkelt
Lieb' Knabe, sieh nicht auf! Im Abendsonnenschein.
Sie singt dir hold zum Ohre, Die schOenste Jungfrau sitzet
Sie blickt dich thOericht an, Dort oben wunderbar,
Sie ist die schOene Lore, Ihr goldenes Geschmeide blitzet,
Sie hat dir's angethan. Sie kAemmt ihr goldenes Haar.
Sie schaut wohl nach dem Rheine, Sie kAemmt es mit goldenem Kamme,
Als schaute sie nach dir, Und singt ein Lied dabei;
Glaub's nicht, dass sie dich meine, Das hat eine wundersame
Sich nicht, horch nicht nach ihr! Gewaltige Melodei.
Pages:
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26